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Begriffsklärung

Solide Planung

Mitwirkung einer Vielzahl Beteiligter

Grundsätzlich sind gelungene Instandsetzungen und Modernisierungsaufgaben kommunikativ, logistisch-organisatorisch und technisch „Meisterleistungen“ an denen eine Vielzahl Beteiligter möglichst reibungsfrei mitwirken müssen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Wer angesichts (angeblicher) „Do-It-Yourself-Künstler“ und Hobbyheimwerkern glaubt, er könne, z.B. durch schrittweises abarbeiten von Einzelaufgaben (z.B. Gewerk für Gewerk, Reparaturen nach Bedarfsmeldung, etc. …) der Komplexität einer nicht alltäglichen Bauaufgabe Herr werden möchte, verkennt die Realitäten - und neigt ganz sicher zu Selbstüberschätzung.

Hinterfragt man derartige „Großtaten“ kommt rasch zutage, dass zumindest in einem der für die Wirtschaftlichkeit und Qualität relevanten Aspekte Zeit, Kosten und Inhalt erhebliche Probleme aufgetreten sein müssen. Von einem erreichen der geplanten Ziele kann also strenggenommen gar keine Rede sein.

Schwierige Zielkonflikte

Ist es für den regulären Neubaubetrieb bereits schwierig genug, Zielkonflikte in den Bereichen Architektur, Statik, Abdichtungstechnik, Dämmleistung, Schallschutz, etc. in einer gelungenen Systemleistung „Haus“ unterzubringen und die Schlussrechnung zum „schlüssel-fertigen Betongold“ termingerecht auszuhändigen, muss bei Instandsetzung und Modernisierung grundsätzlich mit kosten- und terminkritischen Planabweichungen gerechnet werden.

In Sachen Gefahrstoffsanierungsbedarf, unzureichender Dokumentation, vorhandenen Bau- und den daraus resultierenden Folgeschäden, veralteten elektrotechnische Einbauten bzw. Verkabelungen muss sich entweder eine umfängliche Informationsgrundlage geschaffen oder - wo, auf eine gründliche Vorbereitung verzichtet werden soll - per großzügiger Zuschlagskalkulation und belastbaren Finanziers geplant bzw. gebaut werden.

Fazit

Unabhängig von den technisch-kaufmännischen Notwendigkeiten gilt es verschiedenste Sonderingenieure zur Zusammenarbeit anzuhalten sowie umfangreiche Leistungen ohne Überschneidungen zu beauftragen. Oberstes Ziel ist es, noch vor dem Maßnahmenstart, mit minimalen Aufwänden den größtmöglichen Erkenntnisgewinn für die Ausführungsphase und zugleich Aussagen zu den zu erwartenden Betriebskosten treffen zu können. Zeitgleich gilt es, Vorbereitungen zur Absicherung des wirtschaftlichen Bauablauf zu treffen, Kooperationen anzuregen und verfahrenstechnische Kostentreiber gegen zeitsparende Alternativlösungen aufzurechnen.

Wer dies alles ohne eine „solide Planung“ - und zur vollen Zufriedenheit seiner Kunden - zu bewerkstelligen vermag, ist weder im Handwerk, noch im elfenbeinfarbenen „Planerturm“ gut aufgehoben: Angezeigt ist hier die Bewerbung um die Kanzlerschaft. Alternativ kann ein lukratives Beratungsmandat im karitativen Bereich, z.B. beim Bund der Steuerzahler, empfohlen werden.

Hintergrundwissen und Details

Für Kunden die sich nicht mit Ingenieur-Halbwahrheiten, Scheininnovationen, „falsch verstanden“ und bequemen Informationslücken abfinden wollen, geht es hier zum

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